Volles Kulturzeughaus für nachhaltige Raumentwicklung

Studierende präsentieren räumliche Zukunftskonzepte für Stadtregion Aist-Naarn

Das bis auf den letzten Platz gefüllte Kulturzeughaus Perg bildete kürzlich den würdigen Rahmen für die Präsentation von neun räumlichen Entwicklungskonzepten für die Stadtregion Aist–Naarn. Insgesamt 36 Studierende der Raumplanung an der Technischen Universität Wien investierten im Wintersemester über 11.000 Arbeitsstunden, um fundierte Zukunftsbilder für die Stadtregion mit ihren Gemeinden Perg, Schwertberg, Naarn und Arbing zu erarbeiten.

Die Ergebnisse stießen auf großes Interesse: Zahlreiche politische Vertreterinnen und Vertreter der Stadtregion verfolgten die Präsentationen und nutzten im Anschluss die Gelegenheit zur intensiven Diskussion mit den Studierenden.

Die Stadtregion Aist–Naarn zeichnet sich durch eine hohe Lebensqualität, wirtschaftliche Stärke sowie eine gut etablierte interkommunale Zusammenarbeit aus. Auf diesen Qualitäten aufbauend entwickelten die Studierenden neun strategische Zukunftsbilder für die Themen Siedlungsentwicklung, Naturräume sowie die Mobilität in der Region. Die Konzepte tragen prägnante Titel wie „Verstrickt und zaumgenäht“ oder „Produktivregion“ und verbinden analytische Tiefe mit visionären Ansätzen.

Aus den Arbeiten wurden insgesamt 220 Maßnahmenvorschläge sowie neun konkrete Leitprojekte abgeleitet, die als Grundlage für zukünftige Planungs- und Entscheidungsprozesse dienen können.

„Wir sind sehr dankbar für diese lohnende Kooperation mit der Technischen Universität Wien. Die fachlichen Impulse und der unvoreingenommene Blick der Studierenden helfen uns in der Region, gute Entscheidungen zu treffen, um unsere Entwicklungspotenziale auch zu nutzen“, betont Landtagsabgeordneter und Bürgermeister Toni Froschauer aus Perg.

Das Studienprojekt startete bereits im Oktober mit einem viertägigen Workshop in der Stadtregion. Zum Kennenlernen standen unter anderem Gemeindebesuche, Impulsvorträge sowie ein Betriebsbesuch im LOC-Werk in Arbing auf dem Programm. Unter der Leitung von Studiendekan Prof. Thomas Dillinger erfolgte die Analyse und Konzeptentwicklung über das gesamte Semester hinweg in enger Abstimmung mit den Bürgermeistern und Gemeindeverwaltungen.

Als fachliche und organisatorische Schnittstelle zwischen Universität und Region fungierte Christoph Artner-Sulzer von der Regionalmanagement-Geschäftsstelle Mühlviertel. Unterstützt wurde das Projekt durch den EUREGIO-Kooperationsfonds, der die Übernachtungskosten der Studierenden übernahm.

Die vollständigen Ergebnisse werden Anfang März veröffentlicht unter: https://p2.dap.tuwien.ac.at

 


Diskussion und Rückmeldung aus der Region für die TU-Studierenden
Diskussion und Rückmeldung aus der Region für die TU-Studierenden
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Diskussion und Rückmeldung aus der Region für die TU-Studierenden
Stadtspaziergang mit Bgm. Froschauer in Perg beim Regions-Workshop im Oktober